TOP Ö 7: Information über die Schulbesuche - Schulentwicklung

Der Landrat informiert, dass er jedes Jahr die Schulen besuche. In diesem Jahr seien bisher vor allem tagesaktuelle Probleme, sowie in die Zukunft gerichtete Themen besprochen worden. Aber auch die von mehreren Schulen angesprochene räumliche Beengtheit. (s. Sitzungsvorlage).

 

Zum Antrag der Gemeinde Poing für ein fünftes Gymnasium berichtet der Landrat, dass dort bis Mitte der 2020er mit ca. 1.000 – 1.100 Schülern gerechnet werden könne. Die Zahl der Gymnasiasten in Vaterstetten würde sich dann voraussichtlich bei 1.400 einpendeln. Für das Gymnasium in Markt Schwaben würde ein fünftes Gymnasium allerdings zur Folge haben, dass die Schülerzahl von derzeit 1.200 unter 900 sinken würde. Das Schulhaus wäre dann nicht mehr ausgelastet.

 

Laut Ministerium werde ein weiteres Gymnasium nur genehmigt, wenn folgende drei Kriterien erfüllt sind:

1.   Das neue Schulhaus werde durchgängig dreizügig.

2.   Die Existenz der umliegenden Gymnasien werde nicht gefährdet.

3.   Umliegende Gymnasien können keine Schüler mehr aufnehmen.

 

Da das dritte Kriterium jedoch derzeit nicht vorliege, könne das Ministerium derzeit keine Genehmigung in Aussicht stellen. Er verfolge aktuell einen weiteren Gedanken, eine Außenstelle der FOS / BOS – Erding mit sechs Klassen zu prüfen. Somit könnte der Landkreis Ebersberg auch stärker in die FOS / BOS – Erding involviert werden und wäre nicht mehr nur „Zahler“. Landrat Martin Bayerstorfer von Erding hätte sich bereits grundsätzlich positiv zu diesem Vorschlag geäußert.

 

Eine Außenstelle könnte evtl. an der Realschule Poing angeschlossen oder im Falle eines fünften Gymnasiums in den dann freiwerdenden Räumen am Gymnasium Markt Schwaben untergebracht werden.

 

Zusammen mit den anderen Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen an sechs von zehn Landkreisschulen stehe der Landkreis vor weiterhin großen Herausforderungen.

 

Nach Abstimmung mit den Fachbereichen sollen die Optionen in der nächsten Sitzung des SFB-Ausschusses im Herbst 2016 zur Diskussion gestellt werden. Darauf aufbauend soll gemeinsam ein „Masterplan“ Schulentwicklung entwickelt werden.

 

KR Martin Esterl bittet, für den Herbstdialog auch die Entwicklung der Mittelschulen zu berücksichtigen. Diese seien deutlich gefährdeter als die Schulen in der Zuständigkeit des Landkreises. Die Raumdefizite für den Bereich Verwaltung am Gymnasium Kirchseeon könne er nicht nachvollziehen. Der Landrat dazu, dass die Themen erst noch im LSV-Ausschuss genauer eingebracht werden müssen.