TOP Ö 4: Gymnasium Grafing; Hochbau, Erdgeschoss - Umbau "kleine Aula", Bauteil 4

Der LR begrüßt den anwesenden Planer Klaus Beslmüller und führt in das Thema ein mit der Feststellung, dass das Gymnasium Grafing die einzige Schule im Landkreis sei, die keine vernünftige Aula habe. Idealerweise sollte die Sanierung zeitlich verbunden werden mit der Sanierung des Altbaus, was sich jedoch schwierig gestalte. In der AG ‚Masterplan Schulen‘ könne dieser Umbau noch besprochen werden. Herr Beslmüller präsentierte anschaulich seine konkretisierten Überlegungen (s. Anlage 1). Diese kleine Aula sei derzeit kein Aufenthaltsraum i.S.d. Brandschutzes sondern werde dem Treppenraum zugeordnet.

 

Schuldirektor Paul Schötz erläuterte ergänzend, dass die kleine Aula ein häufig verwendeter Raum sei, obwohl er derzeit große Sichteinschränkungen habe. Er werde verwendet für den ersten Schultag, Theaterveranstaltungen, Theaterklassen, kleine Konzerte, weitere kulturelle Veranstaltungen, Schulpartys, Tage der offenen Tür sowie Austauschveranstaltungen. Nach dem Umbau solle der Raum mehr als die doppelte Anzahl von Sitzplätzen aufweisen. Derzeit seien es ca. 80, die ordentliche Sichtverhältnisse auf die Bühne hätten, künftig sollen der Raum 280 Sitzplätze aufnehmen.

 

In der anschließenden Diskussion wird angeregt, dass die kleine Aula im Zuge des Umbau nach Draußen mit einer stabilen Zeltdachkonstruktion verlängert werden könnte. Dies stelle aber einen Sonderbau dar mit erhöhten Anforderungen an den Brandschutz und die Standfestigkeit.

 

Der LR erklärte, dass die Zeit bis zur Generalsanierung des Hochbaus noch mehrere Jahre dauere, so dass sich die Sanierung der kleinen Aula damit vernünftig nicht verbinden lasse. Derzeit gebe es keine Zuschüsse für diese Sanierung, möglicherweise aber im Zusammenhang mit der Generalsanierung; jedenfalls hätte diese Verknüpfung ausschreibungstechnische Vorteile. Weiters wird vorgeschlagen, die Aula so zu vergrößern, dass sie 4 bis 5 m in den Pausenraum hineinrage. Dies habe jedoch wieder brandschutztechnische Schwierigkeiten, dabei sei die Decke dieses Anbaus das größte Problem.

 

KRin Poschenrieder plädiert dafür, das Vorhaben in Anbetracht der dringenden Sanierungen an den Sonderpädagogischen Förderzentren zurückzustellen. Der LR erwidert, dass es einen großen Unterschied ausmache, ob 80 oder 280 Sitzplätze zur Verfügung stünden und es keine gute Alternative sei, den Umbau auf unbestimmte Zeit zu verschieben. KR Zistl spricht sich für eine gemeinsame Entscheidung der AG Masterplan und des LSV aus. Abschließend stellt der LR fest, dass als nächster Schritt das Vorhaben in der AG Masterplan beraten werde.