TOP Ö 6: Kostenbericht Erweiterung Realschule Ebersberg;
Kostenvergleich der letzten Schulbaumaßnahmen

Vorberatung        

 

An der Beratung nahmen teil:

Jens Wilke, Mitarbeiter SG 13; Liegenschaftsverwaltung

 

Herbert Jungwirth, Leiter SG 13; Liegenschaftsverwaltung

 

Hans Gröbmayr; Klimaschutzmanager des Landkreises

Herr Wilke erläutert den Sachverhalt der Sitzungsvorlage anhand einer Präsentation (Anlage 2 zum Protokoll).

Zum Kostenvergleich der letzten Schulbaumaßnahmen informiert Herr Wilke, dass es keine wesentlichen Kostenunterschiede zwischen den verschiedenen Bauarten (Passiv oder EnEV bzw. Holzbau/Massivbau) gäbe, solange nur die Bruttogeschossfläche verglichen werde.

Beim Vergleich mit der Nutzfläche wurde festgestellt, dass das aus Holz errichtete Passivhaus höhere Kosten als ein vergleichbares Gebäude in Massivbauweise und nach EnEV habe.

Die Gründe lägen vor allem am erhöhten Bedarf an Technikflächen aufgrund der Passivhausvorgaben, sowie der größeren Konstruktionsfläche, die dem massiven Holzbau geschuldet sei.

Bei allen Schulbaumaßnahmen sei ein hohes Maß an technischen Einrichtungen eingebaut worden. Es sei verglichen worden, wie sich die Strom- und Wartungskosten vor und nach den baulichen Maßnahmen verändert haben. Ergebnis war, dass aufgrund der erhöhten Strom- und Wartungskosten die Einsparungen durch die energetische Ertüchtigung wieder zunichte gemacht worden seien.

Der Landrat spricht ein Lob für den sehr übersichtlichen und gut dargestellten Kostenvergleich aus, dem sich das Gremium anschließt.

Im Gremium werden die Vor- und Nachteile einer Zertifizierung angesprochen, mit dem Ergebnis, diese aus Kostengründen wegzulassen. Konsens im Gremium ist, dass Holz eine gute CO2 – Bilanz habe, Wärme eingespart worden sei und der Landkreis in Eigenstromerzeugung investieren müsse.

Herr Jungwirth erklärt, dass aufgrund der dargestellten Zahlenvergleiche im Bereich Bau- und Betriebskosten zukünftige Bauprojekte auf deren Realisierung der Leitziele hin untersucht und deren Umsetzung in Einzelfallentscheidungen im Ausschuss beraten und beschlossen werden müsse.

Frau Müller-Meisinger teilt mit, dass der Zweckverband Realschule Vaterstetten KfW-55-Standart erreicht habe.