TOP Ö 9: Erweiterung des Angebots der Pflegeausbildung im Landkreis Ebersberg; Antrag CSU-FDP-Kreistagsfraktion vom 25.10.2017

Beschluss: einstimmig angenommen

An der Beratung nahmen teil:

Norbert Neugebauer, Leiter Büro Landrat

 

Florian Robida, stellvertretende Abteilungsleitung 6, Jugend, Familie und Demografie

KR Albert Hingerl stellt zu Beginn des Tagesordnungspunktes einen Antrag nach der Geschäftsordnung. Der Antrag gehöre in den entsprechenden Fachausschuss und nicht in den Kreis- und Strategieausschuss. Herr Neugebauer erklärt, dass dieses Vorgehen der Geschäftsordnung entspräche; sollte der Fachausschuss nicht in den nächsten drei Monaten nach Antragstellung tagen, müsse der Antrag im Kreis- und Strategieausschuss behandelt werden.

KR und Antragssteller Thomas Huber erläutert den Antrag der CSU-FDP-Fraktion, der Folgendes umfasst:

Es solle geprüft werden, ob eine Erweiterung des bestehenden Angebots der Pflegeberufsausbildung im Landkreis Ebersberg in folgenden Bereichen möglich sei:

a)    Etablierung der Pflegeberufsausbildung „Krankenpflegehelfer/-in“ (zur Zeit absolvieren die Schüler aus dem Landkreis Ebersberg den theoretischen Part dieser Berufsausbildung in Erding und die Praxis in der Kreisklinik Ebersberg).

b)    Angebot eines Bachelorstudiengangs Pflege mit dem Abschluss „Bachelor of Science (B.Sc.)“ in Kooperation der bestehenden Pflegeberufsschule mit einer Fachhochschule

c)    Weitere Aus- und Fortbildungsangebote für Pflegeberufe.

Er bittet diesem zuzustimmen und verweist auf die Dringlichkeit, um durch frühzeitige Einbindung der Klinik die Möglichkeit zu schaffen, bereits 2019 den Krankenpflegehelfer anbieten zu können.

Herr Robida erklärt, dass sich die Gesundheitsregion Plus bereits mit dem Thema „Fachkräftegewinnung medizinisches Personal“ befasst habe. Im Gesundheitsforum wurde ein konkretes Modell zur Gewinnung von neuen Ausbildungsplätzen vorgestellt. Eine Kooperation zwischen der Fachhochschule Rosenheim und der Kreisklinik Ebersberg gebe es bereits. Eine Befragung zur Hilfskraft wurde bereits durchgeführt, auf diese könne gerne aufgebaut werden. Daher der Vorschlag, eine Bedarfsplanung zu erstellen. Das Problem bestehe eher darin, Fachpflegekräfte zu gewinnen.

KR Reinhard Oellerer erklärt, dass die Räumlichkeiten in der von-Scala-Straße nicht vor 2019 zur Verfügung stehen würden.

KR Dr. Ernst Böhm merkt an, dass bevor Entscheidungen getroffen würden, die Kosten und Folgekosten ermittelt werden müssten.

Herr Robida werde dies bis zum nächsten SFB-Ausschuss am 21.03.2018 erarbeiten.

Der stellvertretende Vorsitzende Walter Brilmayer erklärt, dass zu dieser Sitzung der Pflegedirektor Peter Huber eingeladen werde, um hierzu Stellung zu nehmen. Bis dahin sollten die Fragen zu Kosten, tatsächlichen Bedarf und den räumlichen Möglichkeiten geklärt sein.

KR Dr. Ernst Böhm merkt an, die Krankenpflegeschule solle nicht in Konkurrenz zur Berufsschule stehen.

Der Beschlussvorschlag wird entsprechend des Beratungsergebnisses mit Ziffer 3 ergänzt und der stellvertretende Vorsitzende stellt ihn zur Abstimmung.


Der Kreis- und Strategieausschuss fasst folgenden Beschluss:

1.   Der Antrag der CSU-FDP-Fraktion im Kreistag vom 25.10.2017 wird weiterverfolgt und dem SFB-Ausschuss am 21.03.2018 zur Beratung vorgelegt.

2.   Die Verwaltung wird beauftragt, den Pflegedirektor der Kreisklinik Ebersberg, Herr Peter Huber, zur nächsten Sitzung des SFB-Ausschusses am 21.03.2018 einzuladen, um über seine Erfahrungen zu berichten und die Ergebnisse der landkreisweiten Befragung vorzustellen.

3.   Bis dahin ist ein Bedarfs- und Kostenplan u.a. mit Aussagen zu Räumlichkeiten unter Berücksichtigung zur geplanten Berufsschule zu erarbeiten.