TOP Ö 4: Einführung eines Umweltmanagements im Landratsamt Ebersberg (EMAS)

Beschluss: einstimmig angenommen

Abstimmung: Ja: 15

An der Beratung nahmen teil:

Hans Gröbmayr, Klimaschutzmanager des Landkreises

 

Brigitte Keller, Abteilungsleitung 1, Zentrales und Bildung

Herr Gröbmayr erläutert den Sachverhalt anhand einer Präsentation (Anlage 1 zum Protokoll).

Auf Initiative des Landrats führt die Landkreisverwaltung ein Umweltmanagementsystem nach dem Europäischen Standard EMAS (Eco Management and Audit Scheme) zunächst für das Landratsamt ein.

Erste geplante Schritte:

  • Gründung eines Umweltteams
  • Entwerfen eines Projektplans
  • Bestandsaufnahme (auch neues Kreissparkassengebäude)
  • Aufnahme der Umweltaspekte
  • Portfolioanalyse im ULV-Ausschuss

Projektverantwortlich sei die Energieagentur Ebersberg, diese werde bei der Einführung unterstützt vom Katholischen Kreisbildungswerk Ebersberg e.V.

Der Landkreis München (Kooperationspartner der Energieagentur) habe das Öko-Audit bereits mit Beschluss im Jahr 1998 eingeführt.

Im Haushalt seien für das Projekt 10.000 € veranschlagt.

Von Seiten des Gremiums besteht Unverständnis, wieso der Landkreis sich erst jetzt damit befasse, obwohl es diese Zertifizierung bereits seit 1998 gebe.

Anregung von KRin Ursula Bittner, auch die Gemeinden als Träger öffentlicher Belange miteinzubinden, z.B. bei Bauleitplanungen.

Der Landrat sehe diesen Aspekt als wichtig und richtig an. Im Zertifikat seien die zu beachtenden Dinge vorgegeben. Es gab letzte Woche ein Gespräch mit der Gemeinde Frauenneuharting, die die Energieagentur bei der Bauleitplanung miteinbezogen habe. Die Bürgermeister würden in der Bürgermeisterdienstbesprechung regelmäßig über aktuelle Themen, wie auch dieses, informiert.

KRin Dr. Renate Glaser erkundigt sich, wie viele Betriebe/Kommunen bereits zertifiziert seien.

Auf die Fragen eingehend erklärt Herr Gröbmayr,

  • das Öko-Audit sei bereits seit dem Jahr 1993 möglich.
  • Hausintern werde eine Arbeitsgruppe gebildet, die Frau Sarah Winkler fachlich betreue und der 6-8 Leute aus den Bereichen Liegenschaftsamt, untere Naturschutzbehörde und EDV angehören werden.
  • Genaue Zahlen der Zertifizierten könne er nicht mitteilen, allerdings seien es viele Unternehmen, auch Kliniken in München.
  • Die Gemeinden würden z.B. bei der Bauleitplanung miteingebunden, wie die Gemeinde Frauenneuharting. Ebenso finde ein guter Austausch zwischen den Bürgermeistern statt.

KR und Bürgermeister der Gemeinde Hohenlinden, Ludwig Maurer bestätigt, dass die Gemeinden sich fachlichen Rat holen würden.

KR Martin Lechner erkundigt sich, welcher Ausschuss für EMAS fachlich zuständig sei und wie oft im ULV-Ausschuss berichtet werden solle. Frau Keller erklärt, dass der fachliche Ausschuss projektabhängig sei; bei Gebäuden z.B. primär der LSV-Ausschuss. Die Berichterstattung im ULV-Ausschuss erfolge einmal im Jahr.

Nachdem es keine Wortmeldung mehr gibt, stellt der Landrat den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.


Der ULV-Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

1.   Die Umweltleitlinien werden in der beiliegenden Fassung (Anlage 2 zum Protokoll) in Kraft gesetzt.

2.   Die Verwaltung wird beauftragt, ein Umweltteam, bestehend aus Mitarbeitern der Kreisverwaltung zu gründen und die Arbeit am Umweltmanagement aufzunehmen.

3.   Dem ULV-Ausschuss ist regelmäßig über die Fortschritte zu berichten.