TOP Ö 4: Klimaschutzmanager; Sachstandsbericht Energiewende 2030

Beschluss: einstimmig angenommen

Abstimmung: Ja: 15, Nein: 0

Vorberatung        

ULV-Ausschuss am 21.06.17, TOP 8 ö

Kreis- und Strategieausschuss am 12.07.17, TOP 19 ö

Kreistag am 24.07.17, TOP 16 ö

An der Beratung nahmen teil:

Hans Gröbmayr, Klimaschutzmanager der Landkreises Ebersberg

Dieser Punkt wird nach der Umstufung der Ortsdurchfahrt Forstinning zur Kreisstraße behandelt.

Herr Gröbmayr erläutert den Sachstand zur Energiewende im Jahr 2017 anhand einer Präsentation (Anlage 4 zum Protokoll).

Herr Gröbmayr teilt mit:

  • Der Stromverbrauch verdopple sich, wenn Öl und Gas durch Strom ersetzt werden.
  • Guerilla-PV Geräte seien jetzt legal und würden jetzt sogar von E.ON Bayernwerk verkauft.
  • Die Freiflächen-PV-Anlage in Unterhaching sei sehr wirtschaftlich, dort würde 1 kWh Strom unter 5 Cent erzeugt. Solche Anlagen könnten entlang von Bahnlinien und Autobahnen gebaut werden. Die Energieagentur werde diesbezüglich auf Gemeinden zugehen, um hier bauleitplanerisch tätig zu werden.
  • Zum Vergleich: In China würden 16 Mrd. € bereitgestellt, um in 3 Jahren 15 Mio. E-Ladesäulen zu errichten. In Bayern werden 700 Ladesäulen gefördert.
  • Aufgrund der positiven Erfahrung mit einer Schulklasse möchte er ein Modell eines ‚Energiespardorfes‘ für den Landkreis besorgen und aufbauen.

 

Herr Gröbmayr verweist in der Präsentation auf folgende Termine

  • 17.07.2018 von 18.00 – 20.00 Uhr Einladung zur Abschlussveranstaltung ‚Elektromobilitätskonzept‘ evtl. im Kreissparkassensaal
  • ‚Stadtradeln 2018‘ vom 01.07. bis 21.07.2018 in den Landkreisen Ebersberg und München mit dem Ziel: Radlkilometer statt Autokilometer.
  • 21. Juli 2018: EBERMUC-Festival in Höhenkirchen-Siegertsbrunn
  • 12. September 2018: Energiewende und Klimaschutz in der Bauleitplanung im Landratsamt München
  • 15. September 2018: Elektromobilitätstag für Unternehmen – anfassen, informieren, testfahren – in Ebersberg
  • 10. Oktober 2018: Fachforum oberflächennahe Geothermie in Haar

und, dass sich ab 01.01.2019 Privatkunden, Gewerbekunden und Kommunen im Landkreis Ebersberg mit EBERstrom beliefern lassen können.

Der Landrat bedankt sich bei Herrn Gröbmayr und dessen Team für das Engagement. Die Energieagentur sei überregional beachtet und erfahre breite politische Unterstützung.

KR Martin Lechner appelliert an die Kommunen zur Energiewende beizutragen; denn durch die Ausweisung von Gewerbegebieten werde auch vermehrt Strom und Wärme benötigt. An den bereits anwesenden Vertreter des Landesamts für Umwelt (LfU) Christian Tausch gewandt, teilt er mit, dass es „ein Unding“ sei, Ausgleichsflächen für erneuerbare Anlagen (PV-Anlagen) bereitstellen zu müssen.

Aufgrund des stetigen Wachstums der Bevölkerung im Landkreis müsse das Thema ‚Energiewende‘ ernster genommen werden.

Auf Nachfrage von KRin Franziska Hilger, wie viele der Gemeinden das Angebot der Energieagentur (bei Bauleitplanungen behilflich zu sein) annehmen, erklärt Herr Gröbmayr, die Gemeinden Frauenneuharting und Aßling haben dieses Angebot genutzt bzw. nutzen es. Vorausschauend zu planen sei bei der Bauleitplanung am besten, hier könne vor allem bei neuen Baugebieten auf Hochwasserschutz und Wärmenutzung eingegangen werden. In einigen Gemeinden spiele das Thema ‚Energie‘ noch nicht die Rolle, die er sich wünschen würde.

KR Ulrich Proske merkt an, dass es in den Schulen noch zu wenig Informationen zum Thema ‚Energie‘ gebe.

KRin Dr. Renate Glaser stellt fest, dass die Bilanz des Sachstandes ernüchternd sei. Die Gesellschaft/Kommunen müssen Verantwortung für das Wohlstandsmodell übernehmen.

KRin Ilke Ackstaller könne sich als möglichen Grund den geringen Bekanntheitsgrad vorstellen. Der Landrat erklärt, jährlich fänden fünf Treffen mit den Bürgermeistern statt, bei denen Herr Gröbmayr regelmäßig referiere. Von 21 Gemeinden seien bereits 19 bei EBERwerk dabei; es sei bereits viel im Fluss.

Der Landrat stellt den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.


Der ULV-Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

1.   Die Fortschreibung der Meilensteinplanung des Klimaschutzmanagements wird mit Interesse zur Kenntnis genommen.

2.   Die Fortschreibung ist jährlich im ULV-Ausschuss und im zweijährigen Rhythmus (beginnend in 2019) im Kreis- und Strategieausschuss wie auch im Kreistag vorzustellen.