TOP Ö 6: Schulentwicklung/Masterplan;
Gymnasium Poing - Weiterer Fahrplan zur Realisierung

Beschluss: einstimmig angenommen

Abstimmung: Ja: 14, Nein: 0

Vorberatung        

Kreistag am 23.10.2017, TOP 4ö (Masterplan)

Kreis- und Strategie-Ausschuss am 04.12.2017, TOP 6ö

Kreistag am 18.12.2017, TOP 5ö (Gründungsbeschluss)

An der Beratung nahmen teil:

Hubert Schulze, Mitarbeiter SG 11, Bildung und IT

Der Landrat führt kurz in den Sachverhalt ein. Die Ausbildungsrichtung wurde zusammen mit den Direktoren der benachbarten Gymnasien als auch mit dem Leiter der Dominik-Brunner-Realschule Poing besprochen, mit dem Ergebnis, dass ein Gymnasium mit naturwissenschaftlich-technologischem Schwerpunkt und zusätzlich einem wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Zweig die Bildungslandschaft im Landkreis Ebersberg bereichern würde.

Das Kultusministerium habe nun neben der naturwissenschaftlichen-technologischen die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildungsrichtung genehmigt. Letztere gebe es bisher nicht an Gymnasien im Landkreis Ebersberg.

Herr Schulze erläutert anhand einer Präsentation (Anlage 5 zum Protokoll) die weiteren Überlegungen zu Lernlandschaften, Ausbau der Ganztagsbetreuung (offene GTS), Mensa im zwei-Schicht-Betrieb (á 500 Essensgehern) und Vorläuferklassen ab 2020/21.

KRin Bianka Poschenrieder regt an, wie bei der Realschule Poing den künftigen Direktor früh zu benennen und in die Planungen miteinzubinden.

Auf Nachfrage von KRin Renate Will erklärt Herr Schulze, in der Übersicht sei nur eine offene GTS aufgeführt, da die Erfahrung zeige, dass der Trend von gebundenen Ganztagsbetreuungen (gGTS) zurückgehe. Generell schließe er eine gGTS am Gymnasium Poing nicht aus. Wichtig sei, was die zukünftige Schulleitung vorschlagen werde.

Auf Nachfragen erklärt Herr Schulze, dass die zukünftige Entwicklung der Schülerzahlen im Landkreis prognostisch vom Planungsverband miteingerechnet wurde. Die Auswirkungen auf die umliegenden Schulen durch den Bau eines fünften Gymnasiums, lassen sich darstellen. Daher lag auch die Empfehlung für Poing bei 1.000 Schülern. Die Fachrichtungen seien grundsätzlich 3-zügig. Die Benennung des Schulleiters erfolge bei Schulgründung.

Der Landrat erklärt, er werde mit dem Ministerium wegen der frühzeitigen Benennung des Schulleiters sprechen, damit dieser von Anfang an an der Konzeption der Schule mitwirken könne.

Auf Nachfrage von KR Franz Greithanner erklärt der Landrat, gemäß dem Masterplan Schulen sei geplant, das Gymnasium in Poing im September 2023 zu eröffnen. Die Bauleitplanung sei bereits weit voran geschritten. Nächstes Jahr müsse das Raumprogramm erstellt werden. Herr Schulze fügt ergänzend hinzu, dass die Projekt- und Planungsausschreibung im Jahr 2019 stattfinden werde.

KR Franz Greithanner wünscht sich eine frühzeitige Einbindung der Gremien, in welchem Rahmen die Vergabeverfahren (PPP z.B.) durchgeführt werden.

Der Landrat versichert, dass dies in den Fachausschüssen beraten werde. Darüber entscheiden werde der Kreistag.

KRin Renate Will merkt an, die unter dem Bedarf stehende Planung von 1.000 Schüler sei riskant und auf „Kante genäht“.

Der Landrat erklärt, dass das Gymnasium so konzipiert werde, dass es grundsätzlich Erweiterungsoptionen für die Zukunft habe. Zum Start dürfe keine Konkurrenzsituation zum Gymnasium Markt Schwaben entstehen.

Herr Schulze ergänzt, dass der Ministerialbeauftragte die prognostizierten Schülerzahlen überprüfen und eine eigene Prognose erstellen werde.

Nachdem es keine weitere Wortmeldung gibt, stellt der Landrat den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.


Der SFB-Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

Dem KSA-Ausschuss wird folgender Beschluss vorgeschlagen:

Dem Kreistag wird folgender Beschluss vorgeschlagen:

1.   Die Baumaßnahme Gymnasium Poing mit einem Investitionsvolumen von ca. 60 Mio. € (Bruttokosten) wird von der Warteliste genommen.

2.   Das Gymnasium Poing wird in den Ausbildungsrichtungen naturwissenschaftlich-technologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Zweig errichtet.

3.   Am Gymnasium Poing soll eine offene Ganztagsbetreuung angeboten und eine Mensa mit 500 Plätzen errichtet werden.

4.   Die Verwaltung wird beauftragt mit der Gemeinde Poing zu klären, ob die Sporthalle über den schulischen Bedarf hinaus auch für Zwecke des Breitensports ausgelegt werden soll.

5.   Mit dem Franz-Marc-Gymnasium wird über die Möglichkeit gesprochen, ab dem Schuljahr 2020/21 Vorläuferklassen zu bilden.