TOP Ö 4: Schulentwicklung;
Sachstand der Umsetzung des Masterplan Schulen

Beschluss: Kenntnis genommen

Vorberatung        

SFB- und LSV-Ausschuss am 04.10.2017

Kreis- und Strategieausschuss am 09.10.2017

SFB-Ausschuss am 05.10.2018

Sachvortragende(r):

Hubert Schulze, Teamleiter SG 11, Bildung und IT

Herr Schulze erläutert kurz den Sachverhalt der versandten Sitzungsvorlage. Anhand einer Präsentation (Anlage 2 zum Protokoll) erklärt er, mit welcher Belegung das Kultusministerium derzeit das Berufsschulzentrum Ebersberg in Grafing-Bahnhof plane. Dieses solle auch dazu dienen, die überlasteten Berufsschulen im Landkreis München zu entlasten. Der geplante digitale Zweig mache die Berufsschule Ebersberg zum Alleinstellungsmerkmal.

Die Frage von KRin Renate Will, ob es sich bei der Fachakademie für Erzieher um eine aufbauende Schule handele, könne Herr Schulze momentan noch nicht beantworten, da er noch keine Antwort vom Kultusministerium erhalten habe.

KR Thomas Kroll merkt an, dass es interessant und wichtig wäre zu wissen, ob die drei- oder vierjährige Ausbildung (statt Hochschule) an der Fachakademie möglich wäre.

Auf Nachfrage von KRin Ilke Ackstaller erklärt Frau Keller, Abteilungsleitung 1, Zentrales und Bildung, dass aufgrund der klassischen dreijährigen Ausbildung in der Fachrichtung IT viele Schüler aus den landkreiseigenen Real- und Mittelschulen kommen werden.

KRin Bianka Poschenrieder erkundigt sich, ob die Gemeinde Haar ebenfalls eine Berufsschule erhalte. Herr Schulze erklärt, dass ihm darüber keine Informationen vorliegen. Er werde das aber recherchieren.

Weiter fortfahrend erklärt Herr Schulze, dass das Raumprogramm voraussichtlich im Sommer vorliegen werde. Er hoffe, dass er bis zur nächsten Sitzung hierzu etwas sagen könne. Beim Gymnasium Kirchseeon müsse, ähnlich wie bei den Sonderpädagogischen Förderzentren (SFZ) die Flächenbandbreite konkretisiert werden. Bei den SFZ habe sich durch eine erneute Prüfung ergeben, dass diese einen höheren Raumbedarf haben, als bisher angesetzt. Dies habe die Liegenschaftsverwaltung auf den beiden Grundstücken versucht darzustellen.

Anschließend erläutert Herr Schulze in seinem Sachvortrag noch die Zeitschiene der jeweiligen Projekte aus dem Masterplan Schulen.

KR Johann Schwaiger erkundigt sich, ob es sich bei dem geplanten Berufsschulzentrum Ebersberg um eine Plus-Berufsschule handele, denn diese würde stärker gefördert. Herr Schulze erklärt, dass man noch nicht soweit in der Planung sei, das müsse auch mit dem Kultusministerium abgeklärt werden.

KR Thomas Kroll merkt an, die Zeitschienen für den Baubeginn der beiden SFZ seien zu spät angesetzt.

Jörn Bülck, Schulleiter der Seerosenschule Poing sowie Helga Schneitler, Schulleiterin der Johann-Comenius-Schule Grafing bestätigen, dass die SFZ unter großem Druck stehen. Denn der Andrang sei sehr hoch. In der Seerosenschule mussten für das kommende Jahr sogar drei erste Klassen gebildet werden. Frau Schneitler erklärt, dass Kinder, die von der Regelschule zum SFZ wechseln wollen, oft zwei/drei Jahre warten müssten, bis ein Platz frei werde. Der MSD (mobiler sonderpädagogische Dienst) bräuchte eigentlich das Doppelte von dem, was sie bis jetzt hätten. Herr Bülck erklärt, dass sie in diesem Schuljahr eine 2. Klasse allein nur mit Quereinsteigern eingerichtet hätten. Sie hätten derzeit über 50 Anmeldungen zusätzlich.

KR Thomas Kroll erkundigt sich, was er machen könne, z.B. einen Antrag nach der GeschO-KT zu stellen, damit die Maßnahmen vorzeitiger stattfinden.

Herr Schulze erklärt, wenn wir hier die Planungen vorziehen, müsse dafür etwas Anderes zurückstehen.

Frau Keller fügt ergänzend hinzu, dass die Verwaltung mit dem Masterplan Schulen bereits an die Grenzen dessen gegangen sei, was personell von der Verwaltung geleistet werden könne.

Auf Nachfrage aus dem Gremium, ob sich etwas ändere, wenn es mehr MSD-Stunden an Regelschulen gäbe, verneint dies Frau Schneitler.

KRin Christa Stewens erklärt, dass sie diese Entwicklung schon lange kenne. Im Gegensatz zu den Regelschülern, haben wir im Bereich der Förderschulen eine Zunahme. Es bräuchte auch mehr Sonderschulpädagogen. Diese Entwicklung sei ein Auftrag an den Sachaufwandsträger. Die Förderschulen würden oft durch das Raster rutschen. Sie empfehle, hier eine hohe Sensibilität walten zu lassen.

Der Vorsitzende erklärt, dieser Sachvortrag sei heute nur zur Kenntnisnahme. Er übergibt den Vorsitz an den inzwischen eingetroffenen Landrat.

 

 

 

 

 

 

 

Der Landrat erklärt, dass die Themen Förderzentrum am 27.06.2019 auf die Tagesordnung kämen.

KR Thomas Kroll weist darauf hin, dass die Dringlichkeit bei den Förderzentren höher sei und nicht Zeit habe, erst im Jahr 2022 behandelt zu werden.


Der SFB-Ausschuss nimmt den Sachvortrag zur Kenntnis.