TOP Ö 7: Dezentrale Kompostierung - Wissenschaftliche Begleitung;
Sachstand und Ablaufplan

Beschluss: einstimmig angenommen

Abstimmung: Ja: 10, Nein: 0

Vorberatung        

ULV-Ausschuss am 26.09.2018, TOP 6 Ö

Sachvortragende(r):

Werner Hötzel, Mitarbeiter SG 16,  Abfallwirtschaft und Kreisstraßen

Herr Hötzel erläutert den Sachverhalt der Sitzungsvorlage sowie, dass am am 10. Mai 2019 eine Kompostmiete zur Rotte aufgesetzt und 10 Wochen begleitet wurde. Herr Hötzel erläutert dies anhand von Bildmaterial (Anlage 5 zum Protokoll).

Die Mischung aus Bioabfällen, der Komposttonne und zerkleinerten Gartenabfällen wird dokumentiert. Bis zum 20. Juli 2019 werden dann 10 Gasmessungen stattfinden. Im Laufe der Kompostierung müsse das gesamte Material dieser Miete 4-5-mal auf einen landwirtschaftlichen Anhänger geladen und gewogen werden. Zusätzlich werde die Kompostmiete 2-3-mal pro Woche umgesetzt (gewendet). Als Versuchsende wurde der 20. Juli 2019 vereinbart.

Bei den Bodenanalysen auf Kunststoffe, > 1mm, werde verglichen, wie viel Kunststoffe auf den Feldern vorhanden seien. Dies erfolge durch einen Vergleich mit einem Feld, auf dem Kompost aufgebracht wurde mit einer Referenzfläche ohne Kompostaufbringung in den letzten 28 Jahren. Bei der ersten Begehung am 28.01.2019 wurde eine allgemeine Belastung durch Kunststoffabfälle festgestellt. Auf den Oberflächen der Felder liegen bereits Kunststoffe anthropogenen Ursprungs.

Einige Kreisräte sprechen das Problem mit Mikroplastik/Nanopartikel an. Herr Hötzel werde sich beim zuständigen Hochschulprofessor informieren, inwieweit sich diese auf den Menschen durch Aufnahme über die Nahrungskette sowie auf Bodenlebewesen auswirke.

Auf die Nachfragen von KRin Ilke Ackstaller und KR Martin Lechner zum Belüftungssystem erklärt Herr Hötzel, die Belüftung koste zusätzlich zur wissenschaftlichen Begleitung ca. 60.000 €.

Eine aktive Belüftung der Kompostmiete erfolge derzeit nicht. Dies wurde im ULV-Ausschuss am 26.09.2018 so besprochen. Die derzeitigen Ergebnisse sollen erst abgewartet werden.

Herr Hötzel verweist auf den mit der Sitzungsvorlage versandten Zeit- und Verfahrensplan.

Herr Hötzel erklärt, Störstoffanteile nehmen zu, obwohl die Gemeinden verschiedene Aktionen durchführen. Manche Bürger werfen ihren Restmüll mit Kunststoffen in die Komposttonne, obwohl es auch ein Plakat in verschiedenen Sprachen über die richtige Mülltrennung gebe.

Der Landrat stellt den Beschlussvorschlag zur Abstimmung. 


Der ULV - Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

  1. Vom zweiten Sachstandsbericht zur „Dezentralen Kompostierung – Wissenschaftlichen Begleitung“ wird Kenntnis genommen.
  2. Die Untersuchungsergebnisse werden dem ULV – Ausschuss in der Sitzung am 26.09.2019 vorgelegt.