TOP Ö 6: Kreisstraßennetz; Erhöhung der Verkehrssicherheit – Umbau des Kreuzungsbereiches ST 2079 - EBE 15 zu einem Kreisverkehr – Beratung auch über die weiteren Einmündungsbereiche zur ST 2079

Beschluss: angenommen

Abstimmung: Ja: 10, Nein: 1

Der Landrat führt in den Sachverhalt ein und zeigt eine Karte:

Am Freitag, den 24.05.2019 ereignete sich ein schwerer Schulbusunfall auf der ST 2089, Kreuzung EBE 15 zwischen Glonn und Herrmannsdorf mit drei Schwerverletzten. Die Ursache konnte zwischenzeitlich geklärt werden. An dieser Kreuzung bzw. in diesem Straßenabschnitt ereignen sich regelmäßig Unfälle. Er habe eine schnellstmögliche Entschärfung der dortigen Verkehrssituation durch einen Kreisverkehr vorgeschlagen. Der Unfall wäre in dieser Form nicht passiert, so der Landrat weiter, gäbe es einen Kreisverkehr oder eine Ampelanlage. Die als Tischvorlage den Kreisräten vorliegende Stellungnahme der Polizei (Anlage 4 zum Protokoll) über die Unfallzahlen auf der ST 2079 schätze die Einmündung ebenfalls als Unfallschwerpunkt ein.

Er sehe hier einen Handlungsbedarf und somit solle bis zur nächsten Sitzung eine Lösung für die Kreuzung EBE 15 zwischen Glonn und Herrmansdorf sowie für weitere gefährliche Stellen im Landkreis (z.B. Gailling) betrachtet werden. Ein Kreisverkehr koste rund 1.000.000 €; auf den Landkreis käme eine Kostenbeteiligung von ca. 200.000 € zu.

Der Landrat begrüßt Matthias Kreuz vom Staatlichen Bauamt Rosenheim und eröffnet die Diskussion.

Folgende Punkte werden angesprochen:

·      Einige Autofahrer nutzen die Staatsstraße als Rennstrecke (KRin Ursula Bittner).

·      Alternativen zu prüfen, auch die Abzweigung ‚Antholling‘. Evtl. sollen auch mehr Radarkontrollen durchgeführt werden (KR Martin Lechner).

·      Ein Kreisverkehr soll einer Ampelanlage vorgezogen werden, um Tempo rauszubringen (KR Philipp Goldner).

·      Prüfen, ob der anliegende Hof eine eigene Einfahrt in den Kreisverkehr brauche (KRin Ilke Ackstaller).

Herr Kreuz teilt mit, dass in den Jahren 2015-2017 die Einmündung bereits zum Unfallhäufungspunkt geworden sei. Es gebe einen Auftrag von der Regierung, eine Lichtsignalanlage zu prüfen. Das Straßenbauamt könne zusätzlich zur Lichtanlage auch einen Kreisverkehr prüfen. Es müssen erst die Verkehrsströme untersucht und die Vor- und Nachteile abgewogen werden. Für einen Kreisverkehr müsse mehr Grund erworben werden als für eine Lichtanlage. Es werde mit der Polizei und der unteren Verkehrsbehörde ergebnisoffen geprüft, was an diesem Knotenpunkt die beste Lösung sei. Es gebe Knotenpunkte, da sei ein Kreisverkehr die bessere Wahl und bei anderen eine Lichtanlage. Eine Ampelanlage sei schneller realisierbar und brauche nur eine Linksabbiegespur.

Der Landrat formuliert einen neuen Beschlussvorschlag entsprechend des Diskussionsverlaufs und stellt ihn zur Abstimmung.


Der ULV-Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, für den Straßenabschnitt der St 2079 zwischen Glonn und Berganger möglichst bis zur ULV-Sitzung im Juli 2019 ein Konzept zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu erarbeiten.

Dieses Konzept soll Kreisverkehrs- und Ampellösungen sowie Möglichkeiten der Temporeduzierung prüfen und vorlegen.