TOP Ö 6: Evaluationsbericht der Caritas zum Projekt Wohnberatung für Senioren

Vorberatung        

SFB-Ausschuss am 18.03.2015, TOP 7ö

SFB-Ausschuss am 05.10.2016, TOP 13ö

SFB-Ausschuss am 29.03.2017, TOP 8ö

SFB-Ausschuss am 29.06.2017, TOP 9ö

SFB-Ausschuss am 04.10.2017, TOP 10ö

SFB-Ausschuss am 10.04.2019, TOP 5ö

Sachvortragende(r):

Jochen Specht, Teamleiter Demografie, Abteilung 6

 

Jochen Specht erläutert kurz den Sachverhalt der versandten Sitzungsvorlage.

Eine Integration der Wohnberatung für Senioren in den Pflegestützpunkt sei aus Sicht der Verwaltung nicht zu empfehlen, da keine Erfahrungswerte zur zeitlichen Auslastung des Pflegeberaters vorlägen und es zu berücksichtigen gelte, dass die Wohnberatung größtenteils durch ehrenamtliche Helfer des Caritaszentrums Ebersberg durchgeführt werden.

Die Verwaltung rät, den angemessenen Eigenanteil des Projektträgers von 10 % an den Gesamtkosten beizubehalten. Damit würde sich der jährliche Zuschuss des Landkreises von derzeit 17.100,- Euro auf rund 10.500 Euro ab dem Haushaltsjahr 2021 verringern, was einem Ausgabenrückgang von rund 40 % entspreche.

Die Verwaltung empfehle den Mitgliedern des SFB-Ausschusses daher, die Wohnberatung in Trägerschaft des Caritaszentrums Ebersberg zu den neuen Konditionen weiter zu finanzieren, da die Wohnberatung für Senioren sicherlich einen hohen Beratungsanteil im neuen Pflegestützpunkt einnehmen werde und die Caritas, die von Seiten der Politik geäußerte Kritik an den zu hohen Kosten pro Beratung, zwischenzeitlich aufgenommen und ein deutlich reduziertes Kostenangebot vorgelegt habe.

KRin Ottilie Eberl erklärt, sie sei dafür, dass die Wohnberatung bei der Caritas verbleibe. Sie empfehle einen Architekten präventiv einzuladen, was sie selber erledigen werde.

Auf Nachfrage von KRin Marina Matjanovski erklärt der Landrat, dass im März 2020 der Vertrag für einen Pflegestützpunkt im Landkreis feierlich, unter Anwesenheit des Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer, unterzeichnet wurde. Aufgrund der Diskussionen mit den Kranken- und Pflegekassen konnte die Stelle für den Pflegestützpunkt ewig nicht ausgeschrieben werden. Gestern konnte eine Hürde genommen und ein neuer Vertrag unterschrieben werden, so der Landrat weiter, auch von den Kranken- und Pflegekassen. Wenn der Kreistag die 1,36 Stellen freigegeben habe, könne im Jahr 2021 ausgeschrieben werden. Der Landkreis und der Bezirk würden jeweils ein Sechstel der Kosten tragen. Frau Angela Prommersperger vom Team Demografie leite den Übergang bis evtl. im Herbst der Pflegestützpunkt ausgebaut werden könne.

Der Landrat stellt den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.


Der SFB-Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

1.   Das Caritaszentrum Ebersberg übernimmt die Wohnberatung für Senioren weiterhin mindestens für die Jahre 2021 und 2022. Es erhält zu deren Durchführung maximal 10.500 Euro pro Jahr.

2.   Das Caritaszentrum Ebersberg wird aufgefordert, sich zu verpflichten eng mit dem Pflegestützpunkt des Landkreises Ebersberg zusammenzuarbeiten.

3.   Ein weiterer Evaluationsbericht über die Arbeit der Wohnberatung erfolgt im ersten Halbjahr 2021.